Nähhelfer für nähhanfänger

Nähhelfer für Nähanfänger!

Wie man schön und sauber näht ist kein Geheimnis:

Genau messen, zeichnen, schneiden, stecken und zum Schluß noch genau führen.

Wer gerade mit dem Nähen angefangen hat weiß, dass sich das jetzt leichter liest als es wirklich ist. Schummelt man, oder ist man mal etwas schlampig, rächt es sich sofort. Mit ein bisschen Disziplin und den richtigen Helferlein, gewöhnt man sich jedoch schnell an die Durchführung dieser Abläufe.

Ich zeige dir heute wirklich sinnvolles Equipment, welches deinen Nähprojekten ein professionelleres Aussehen verleihen und dir dabei eine Menge Zeit und Nerven ersparen wird.

Klicke einfach auf die Bilder und du gelangst direkt zum Amazon Produkt und kannst es dir in einer Liste speichern- vielleicht liest sie ja der Weihnachtsmann! *

 

Genau messen.

Damit fängt alles an. Mit dem richtigen Maß. Ob du Kleidung oder Utensilen, Spielzeug oder Kuscheltiere nähen möchtest, korrekt wird es nur, wenn du dich ans Maß hälst. Das du natürlich ersteinmal ermitteln musst, fals es nicht vorgegeben wird.

 

Zum Messen ideal ist für größere oder gebogenen Dinge und Linien ein
Rollmaßband. Im gegensatz zum normalen Maßband, was glaube ich in jedem
Discounter Nähset enthalten ist, frustet hier das wieder aufrollen
nicht.

 

Das Handmaß ist unersetzbar. Damit misst du kleine Strecken, wie z.B. Säume oder Nahtzugaben, fix ab.

 

Genau zeichnen.

Weiter geht es mit dem Übertragen des Schnittmusters auf den Stoff. Da zählt jeder Millimeter und jeder genau gezeichneter Bogen. Um später beim Nähen an der Maschine auch jede Markierung lesen zu können und nicht raten zu müssen, haben sich bei mir folgende Dinge etabliert:

 

Ich mag es lieber als die Kreidestücke, weil man damit nicht so fest drücken muss. Man rollt über den Stoff und hat eine schöne, leichte Kreidelinie. Damit umrande ich gerne die Nahtzugabe. Wer gute Augen hat, sieht die Kreide auch auf Gelb oder dunklerem Beige noch.

Sehr zu empfehlen für Applikationen, Markierungen auf dem Stoff oder das Einzeichnen einer Nahtlinie. Schön sichtbar auf hellen Stoffen und vor allem auf hellen linken Seiten bedruckter Stoffe. Das tolle, wie Kreide ist auch dieser Stift auswaschbar.

 

Genau schneiden.

Mit scharfen Scheren. Benutzt sie ausschließlich für Stoff, schneidet nichts anderes damit, schließt sie am besten weg, damit sie niemand zweckentfremdet. Meiner Lieblingsschere wurde das leider angetan und nun ist sie für Stoff leider nicht mehr zugebrauchen. Auch der Scheren- und Messerschleifer, der hier durch die Siedlung fährt, hat es leider nicht mehr hinbekommen.

Genau das ist der Schatz auf den ihr so gut Acht geben müsst! Schön lang, gut in der Hand und nicht zu schwer zusammen zudrücken. Am besten in Signalfarben, damit man sie nicht ständig suchen muss!

Die braucht man auch wenn man nicht stickt. Sie passt in die kleine Schublade, die viele Nähmaschinen besitzen und eignet sich prima um Nahtzugaben hübsch zuschneiden. Auch Fäden aller Art kann man damit trimmen oder schnell mal ein kleines Stück Naht auftrennen.

Genau stecken.

Ja, auch hier muss man präzise arbeiten. Es lohnt sich. Auf wenn ich gerade bei Kinderkleidung, gerne faul bin und kleine Strecken einfach vor der Maschine mit der Hand zusammenhalte, komme ich doch nicht ums Klammern und Stecken herum. Anfang und Ende der Nähstrecke müssen einfach sitzen, Bündchen gleichmäßig angesetzt sein und Markierungspunkte genau aufeinander liegen.

Tolle Erfindung! Ich weiß noch, wie ich meine ersten Nähprojekte- Wachstuchbeutel- mit Büroklammern geheftet habe! Diese Stoffclips halten dabei tausendmal besser und pieksen nicht. Man übersieht sie auch nicht in der Maschine. Nicht nur für Wachstuch, sondern für alles Arten von Stoff sehr zu empfehlen.

Trotz Clips, dürfen Stecknadeln nicht fehlen. Damit fixiert man Schnittmuster auf dem Stoff oder Nähstrecken die für Clips nichts sind. Wenn man vorsichtig näht und sie rechtwinklig zur Naht steckt, kann man die Stecknadeln sogar im Stoff belassen.

Genau führen.

Nun hat man gemesen, gezeichnet, geschnitten und gesteckt, jetzt geht es endlich ans Nähen.

Aber ihr ahnt es, auch das geht nicht ohne Genauigkeit. Die scheinbar von alleine nähende Maschine, näht auch nur so gut, wie sie bedient wird. Im Großen und Ganzen kann man sich folgenden Satz ganz gut einprägenwenns mal wieder doof läuft:

Das Problem sitzt meißtens vor der Maschine.

Klingt hart, ist aber so! Wer sein Maschinchen nicht genau eingefädelt hat, die falschen oder krumme Nadeln verwendet, schlechtes Garn benutzt oder eine unpassende Fadenspannung eingestellt hat, kommt in der Regel nicht weit. Die Fäden reißen oder vertüdeln sich, Nadeln brechen, Stiche setzen aus und Nähte werden alles, aber nicht sauber.

Dieses kleine Ding hilft dir deinen Stoff gerade durch die Maschine zu ziehen. Auf der Unterseite befindet sich ein Magnet, der ziemlich fest auf der Stichplatte der Nähmaschine hält. Einfach paralel zum Nähfuß im gewünschten Abstand auf die Stichplatte platzieren und den Stoff dran entlang führen.

Es empfiehlt sich ebenfals immer den richtigen Nähfuß in der Maschine zu haben. Knopflöcher sind easypeasy gesetzt, verwendet man den langen Knopflochfuß, Paspeln lassen sich am besten mit dem Paspelfuß annähen und Reißverschlüsse näht man in geraden Nähten ordentlich an, verwendet man einen Reißverschlussfuß. Je mehr man näht, je mehr unterschiedliche Projekte dazu kommen, je geübter wird man mit den verschiedenen Füßen. Mein absoluter Lieblingsfuß, ist diese hier, der Schmalkantenfuß. Damit näht man herlich präzise an Stoffkanten entlang. Ich benutze ihn gerne um Kanten mit Schrägbändern einzufassen.

Selbstverständlich muss nun niemand, der das Nähen anfängt, loslaufen und sich alles auf einmal anschaffen.

Wenn man sich projektbezogen nach und nach das Nähkästchen füllt, ist es gar nicht so viel.

Nein, stimmt nicht! Es ist eine Menge die sich ansammelt! Kauft euch transparente Plastikboxen zur Unterbringung, dann findet man sein Werkzeug schneller wieder.

Als weiteren Tip kann ich euch noch mitgeben, kauft keine billigen, werweißwoproduzierten Werkzeuge. Billig gekauft ist immer zweimal gekauft. Ach je, noch so ein schlauer Spruch! Es ist aber so.

Ich habe euch in den Links hochwertige aber bezahlbare Produkte zusammengestellt und würde mich freuen, wenn ihr über diese Links auch das ein oder andere kauft.

Viel Spaß und viel Erfolg beim schönsten Hobby der Welt!

VLG

Anke

* Amazon Affiliate Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentare: